Kolumne

Taschengeld mit 3 Jahren

Mit 3 Jahren noch zu jung für Taschengeld!

Kinder benötigen ein kleines Taschengeld, das ihnen zur freien Verfügung steht. Je nach Alter gibt es dabei unterschiedliche Summen, die natürlich aufsteigend zum Alter sind; doch nicht jedes Kind in jeder Altersgruppe bekommt gleich viel Taschengeld. Taschengeld mit drei Jahren ist allerdings eher ungewöhnlich.

Taschengeld

Grundsätzlich ist der soziale Stand der Eltern, die finanzielle Situation sowie die Lebenssituation der Familie genauso für die Taschengeldzahlung entscheidend, wie die Reife und das Verantwortungsbewusstseins des Kindes. Manche Kids können bereits in jungen Jahren relativ gut mit Geld umgehen, können es sich einteilen und haben einen gewissen Überblick über ihr Geld.

Anderen Kindern oder Jugendlichen fehlt diese Fähigkeit und sie brauchen mehr Unterstützung und Hilfe von den Eltern. Die Frage, wie viel Taschengeld ein Kind bekommen soll, stellt viele Eltern vor eine große Schwierigkeit. Sollte man Taschengeld mit drei Jahren zahlen und wo setzt man die Grenze, damit es angemessen und ausreichend ist?

Taschengeld mit 3 Jahren noch zu früh

Für jede Altersgruppe ist in einer Tabelle aufgelistet, wie hoch das Taschengeld sein sollte. Diese Summen sind Richtlinien und Vorschläge, an denen sich die Eltern orientieren können. Die Tabelle bietet dabei eine gute Orientierung und ist aber an keinerlei Gesetz gebunden, da die Taschengeldregelung in Deutschland ohnehin keinem Gesetz unterliegt.

In Deutschland empfiehlt das Jugendamt, Kindern im Alter von drei Jahren noch kein Taschengeld zu zahlen.

Die Kids sind noch zu jung, zu klein und können im Grunde mit einem ausgezahlten Taschengeld nichts anfangen. Oft würden die Münzen verloren gehen und die Kinder haben noch nicht die Fähigkeit den Wert von Geld zu überblicken. Die Taschengeldtabelle beginnt im Alter von vier bis fünf Jahren und in diesem Alter bekommen die Kinder ein Taschengeld in Höhe von 0,50 Euro in der Woche. Dieser Betrag wird von Fachleuten als angemessen bewertet und ermöglicht den Kleinen kleinere Wünsche zu erfüllen und zum Anderen fördert das eigene Taschengeld Autonomie und Selbstständigkeit, denn das Kind hat einen eigenen kleinen Betrag zur mehr oder weniger „freien“ Verfügung.

Taschengeld fuer die EntwicklungWird der Betrag in mehreren kleineren Münzen ausgezahlt, lernt das Kind übrigens schnell den Umgang mit den verschiedenen Münzen. Das Zählen und die Bedeutung der Münzen werden schnell in Alltagssituationen erlernt und sind eine ausgesprochen gute Vorbereitung für spätere Zeiten.

Ein Kind im Alter von drei Jahren kann diesen Zahlenbereich noch nicht ermessen, die Kids können meist noch gar keine Zahl an sich erkennen und somit ist es ihnen auch noch nicht möglich, die Bedeutung von Geld sicher zu erfassen.

Der Nachwuchs in diesem Alter steht vor einem Süßigkeiten oder Spielwarenregal, und will am liebsten alles davon haben.

Der Satz: „Nein, das ist zu teuer!“ ist für Kinder in diesem Alters noch nicht verständlich und führt meist nur zu noch mehr Quengeleien.

Kinder sollten ein Taschengeld erhalten, das ist nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig. Aber ein Kind im Alter von drei Jahren muss wirklich noch kein Taschengeld erhalten. Es reicht vollkommen aus, wenn Eltern ihrem Nachwuchs im Alter von vier bis fünf Jahren den ersten kleinen Betrag auszahlen; je nach Ermessen und Entwicklung des Kindes.

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