Kolumne

Taschengeld mit 9 Jahren

Empfehlung 10 Euro monatlich

Laut Recherche der Deutschen Presseagentur hat das Taschengeld der Schulkinder 2013 ein Rekordhoch erreicht. Demnach stehen den Kids im Alter von 6 bis 13 Jahren pro Monat 27,56 Euro zur Verfügung. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine durchschnittliche Steigerung von 40 Cent. Hinzu kommen laut statistischen Erhebungen folgende Zahlungen: etwa 64 Euro zu Geburtstagen, 25 Euro zu Ostern und 80 Euro zu Weihnachten. Summa Summarum kommt da eine stolze Zahl von 499,72 Euro pro Kind – pro Jahr zusammen.

Taschengeld mit 9 Jahren

Nicht inbegriffen sind Geldgeschenke von Großeltern, Verwandten, Freunden, die für gute Zeugnisse, Helfen im Haushalt oder Ähnliches gezahlt werden. Außerdem finanzieren die Erziehungsberechtigten jedem zweitem Kind ein eigenes Handy oder Smartphone und der Nachwuchs hat regelmäßigen Zugang zum Internet.

Fragt man die Kinder, reichen ihnen diese Leistungen dennoch oft nicht aus. Am liebsten wird das Taschengeld zum Konsum von Süßwaren, Zeitschriften, Fast Food und Getränken ausgegeben.

Taschengeld Check für 9-jährige

  • Laut Taschengeldtabelle vom Jugendamt wird eine Empfehlung von 10 Euro monatlich ausgesprochen. Erziehungsberechtigte sollten sich in diesem Rahmen einen bestimmten Geldbetrag festlegen, der pünktlich zum vereinbarten Zahltag in bar oder auf das Kinder-Konto einer Bank eingezahlt wird.
  • Absolut kontraproduktiv sind Drohungen bei irgendwelchen Vergehen das Taschengeld zu kürzen oder gänzlich streichen. Ein Kind soll kein Bittsteller sein, sondern schließlich Verantwortung übernehmen und den überlegten Umgang mit Geld lernen. Wenn Kinder zum Beispiel eine schlechte Schulnote bekommen, darf das Kinderbudget nicht gestrichen werden, denn beides hat nichts miteinander zu tun.
  • Auch Vorgaben, was Kinder zu kaufen haben, sollten eher tabu sein. Eltern müssen ihren Kindern mögliche Fehlkäufe gönnen, denn nur so sammeln die Kids Erfahrungen und lernen aus Fehlern. Was nicht heißen soll, dass Hilfestellung unerwünscht ist. Viele Kinder, die erst spät den Umgang mit dem eigenen Geld erlernen, haben anfangs Probleme einen Überblick über die Geldausgaben zu behalten. Hier dürfen Eltern gern als Finanzberater fungieren; also Tipps und Ratschläge geben – best möglichst aber keine Verbote aussprechen.

Kontrolle und Verwaltung vom Taschengeld

Das TaschengeldEin Kind soll lernen mit seinem monatlichen Budget zu wirtschaften. Sind größere Anschaffungen geplant, wird Geld über einen gewissen Zeitraum angespart. Wenn Kinder keine Sparfüchse sind, kann es immer vorkommen, dass ihr Taschengeld vorzeitig bei null Euro steht.

Doch in diesem Fall sollten Eltern unbedingt darauf verzichten, das Taschengeld aufzustocken oder Sonderzahlungen zu leisten. Ziel und Lerneffekt soll sein, dass ein Betrag nur in begrenzter Menge zur Verfügung steht.

Um mehr Überblick zu besitzen entscheiden sich Kinder im Alter von 9 Jahren auf einen anderen Zahlmodus, führen möglicherweise Buch über die Ausgaben oder sparen im besten Fall sogar einen Notgroschen an.

Fazit zum Taschengeld mit 9 Jahren

Natürlich ist das soziale Gefälle recht unterschiedlich. Die einen geben zu viel und andere zu wenig Taschengeld. Wichtig ist ein gesundes Mittelmaß zu finden, mit dem die Kinder zurechtkommen und zeitig lernen ihr Einkommen einzuteilen.

Von Vorteil ist wenn Erziehungsberechtigte eine gemeinsame Position beziehen und den verantwortungsvollen Umgang mit Geld vorleben. Auch wenn viele Erwachsene es nicht denken, Neunjährige registrieren genau, wofür das Familiengeld ausgegeben wird. Deshalb sollten Eltern ihren Kindern erklären, warum bestimmte Anschaffungen unerlässlich sind, wovon Urlaub, Auto, Haus, Sport oder Freizeit finanziert werden und wie lange dafür gearbeitet wird.


Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Andreas Pulwey
Mitte-Links: ©panthermedia.net Achim Prill

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