Kolumne

Taschengeld mit 5 Jahren

Mit 5 Jahren sind 50 Cent in der Woche viel Geld!

Wie viel Taschengeld sollte ein Kind mit 5 Jahren bekommen? Diese Frage stellen sich viele Eltern im Laufe der Entwicklung ihres Kindes. Mit fünf Jahren sind die Kinder noch klein, können den Wert des Geldes noch nicht überblicken, aber dennoch haben sie kleine Wünsche, die man mit Geld erfüllen kann und irgendwann müssen die Kleinen doch auch lernen mit Geld umzugehen.

Taschengeld mit 5 Jahren

Hier gilt es im Grunde, je früher desto besser. Die Kinder müssen schon früh lernen, dass man nicht alles haben kann was man möchte und das man für manches selber etwas dazu tun kann. So muss man für kleine oder große Wünsche vielleicht auch einmal das eigene Taschengeld sparen und die Kinder können selber entscheiden, was sie von ihrem Geld kaufen möchten. Natürlich muss das im Alter von fünf Jahren in einem übersichtlichen und vor allem von Eltern betreutem Rahmen sein, aber lernen müssen die Kinder es dennoch selbst.

Taschengeld mit 5 Jahren nach der Taschengeldtabelle

Glücklicherweise gibt es eine vom Jugendamt empfohlene Taschengeldtabelle, in der für jede Altersgruppe entsprechend ein Wert aufgelistet ist, nach dem man sich richten kann. Einig sind sich alle Fachleute:

Kinder sollten ein Taschengeld bekommen. Hier kommt es nicht unbedingt auf die Höhe des Wertes an, er sollte jedoch angemessen sein. Für die Erziehung und Entwicklung ist der Umgang mit Geld notwendig und unabdingbar.

So wird für Kinder zwischen vier-fünf Jahren der Wert von 0,50 Euro in der Woche empfohlen. Am Besten ist es wenn der Betrag immer am gleichen Tag ausgezahlt wird, damit das Kind eine gewisse Regelmäßigkeit erlebt und sich daran gewöhnt. Sinnvoll ist zusätzlich, dass das Kind eine Spardose oder einen Geldbeutel erhält, wo es das Geld aufbewahren kann. So kann man sich hin und wieder mit dem Kind zusammensetzten, gemeinsam das Geld zählen, was zudem eine enorm gute kognitive Förderung ist und zusammen mit dem Kind überlegen, was es mit dem Geld kaufen möchte.

Oft sind die Wünsche der Kleinsten doch recht einfach. Viele Kinder möchten sich von ihrem Taschengeld Eis, Süßigkeiten oder kleine Spielzeuge kaufen. Gemeinsam mit den Eltern kann das Kind nun zählen, ob das bereits ersparte Geld reicht, bzw. wie viel noch fehlt, um den Wunsch zu erfüllen. Die zusätzliche Förderung, die das Kind durch dieses Zählen und „Rechnen“ und den tatsächlichen Umgang mit Geld erlebt, ist nicht zu missachten. Dies sind Übungen des täglichen Lebens und sind mit keinem klassischen Förderprogramm gleichzusetzen.

Taschengeld mit 5 Jahren ist notwendig

Taschengeld sparenEs mag die Diskussion aufkommen, dass gerade kleine Kinder im Alter von fünf Jahren noch kein Taschengeld benötigen. Doch was spricht tatsächlich dagegen? Der vom Jugendamt empfohlene Wert ist so gering gehalten, dass diesen jedes Elternpaar entbehren kann.

Die Lernchancen, die sich für das Kind durch ein Taschengeld ergeben sind enorm hoch.

Der Umgang mit dem eigenen Geld, ein kleines bisschen Freiheit und Verantwortung, die dazukommende Selbstbestimmung und die Gewissheit, dass man manchmal noch etwas sparen muss, wenn man etwas möchte, für das das momentane Geld noch nicht reicht, sind grundlegende Voraussetzungen für das spätere Leben und sollten nicht missachtet werden. Denn wie wir alle wissen, früh übt sich!


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