Kolumne

Taschengeld mit 10 Jahren

3 Euro pro Woche oder 12 Euro pro Monat sind in Ordnung!

Die Frage nach dem Taschengeld ist beim Großwerden und der Erziehung eines Kindes unumgänglich. Der Umgang mit dem Geld will immerhin gelernt sein und da kann man gar nicht zeitig genug anfangen. Es werden in der Gegenwart auch immer mehr Stimmen laut, dass die Jugendlichen mit Geld nicht umgehen können und sich aufgrund des lockenden Konsums und der Vielzahl an Wünschen mehr und mehr verschulden.

Taschengeld mit 10 Jahren

Den Umgang mit Geld sollte man bereits im Alter von 5 bis 6 Jahren lernen. Dann sind die Kleinen bereits im Vorschulalter und vernünftig genug Erklärungen der Eltern zu verstehen. Mit 10 Jahren befinden sich die Kids bereits auf der Schwelle von der Grundschule zur weiterführenden Schule.

Die Wünschen werden also größer, das Umfeld bestimmt mit und normal ist, was das Gros an Kindern bekommt. So ist bei 9-10jährigen Kindern ein Betrag von etwa 3 EURO pro Woche durchaus üblich, da bereits erste Alleingänge der Kinder zum Bummeln und Shoppen begonnen werden.

Taschengeld mit 10 Jahren ausgeben lassen oder sparen?

Ob die Kinder das erhaltene Taschengeld gleich wieder ausgeben oder anfangen, kleinere Beträge zu größeren zu sparen, hängt von jedem Einzelnen ab und ist wiederum ein wichtiger Lernprozess.

Solange kleine Spielsachen, Sticker zum Sammeln oder günstige Schreibsachen auf der Wunschliste der Mädchen und Jungen stehen, wird das erhaltene Geld sicher schnell wieder ausgegeben und in die geliebten Sachen umgesetzt. Bei einem 10 jährigen Kind darf man aber auch nichts anderes erwarten.

Werden die Wünsche größer und geht es etwa um Handykarten, ein Computerspiel, Schminkzeug oder erste Klamotten, dann merken die Kinder auch bald, wie viel Freude es machen kann auf Kleines zu verzichten, das Geld in der Spardose anwachsen zu sehen und sich schließlich als Belohnung den gewünschten Artikel leisten zu können. Fakt ist: Taschengeld wird von den Kids geliebt und auch gebraucht, schließlich sehen sie ja bei den Mitschülern und Freunden, dass alle welches bekommen. Auf der anderen Seite hat Taschengeld auch einen Lerneffekt. Nur so können die Kinder an den Umgang mit Geld herangeführt werden.

Taschengeld in der Familie

Taschengeld in der FamilieGeld sollte in einer Familie kein Tabuthema sein und gerade bei anstehenden Urlauben oder Klassenfahrten müssen die Kinder auch begreifen, dass die Eltern dieses Geld nicht einfach so übrig haben, sondern auch dafür sparen müssen.

Wird den Kleinen der richtige Umgang mit Geld vorgelebt, wachsen sie in die Besonderheiten einfach rein und lernen für ihre Zukunft. Dabei sind gewisse Regeln für die Zahlung des Taschengeldes einzuhalten.

Empfohlen wird für die Taschengeldauszahlung immer ein bestimmter Tag, beispielsweise immer am Anfang der Woche.

Abgesehen davon sollten die Eltern selbst an die Zahlung denken und regelmäßig zahlen, damit die mitrechnenden Kinder auch ein Ziel für ihr Sparen und die Erfüllung der Wünsche haben.

Ist das Taschengeld ausgezahlt, bestimmen die Kids was damit passiert. Der ständig erhobene Zeigefinger sollte hier ausbleiben. Allerdings kann die Zahlung als pädagogisches Mittel auch mal ausgesetzt werden, um ein Zeichen bezüglich eines nicht aufgeräumten Zimmers zu setzen.

Taschengeld tut 10-jährigen gut!

Wenn die Eltern auch in Absprache mit Eltern anderer gleichaltriger Kinder sich für einen bestimmten Betrag an Taschengeld geeinigt haben, dann hat dieses durchaus positive Wirkung auf die Kinder. Sie lernen bereits mit ihrem Taschengeld zu haushalten, zu rechnen und sich davon auch etwas zu gönnen.


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Artikelbild: ©panthermedia.net Martin Dworschak
Mitte-Links: ©panthermedia.net Suprijono Suharjoto

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